Auf historischen Spuren in der Schüsshöhle

3. bis 3. November 2018   Drusenfluh, Rätikon, CH

\r\n \\r\\n Auf Grund von Hinweisen befreundeter Höhlenforscher der OGH wurde am 03.11.2018 schließlich der altbekannten Schüsshöhle an der Schweizer Seite der Drusenfluh ein Besuch abgestattet. Nachdem bis auf die Lage und eine ungefähre Beschreibung wenig über die Höhle bekannt war, waren alle recht gespannt darauf, was sie erwarten würde.
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\r\n \\r\\n Trotz des eher unübersichtliches Geländes in den Schroffen am Fuße mehrere hundert Meter hoher Felswände konnte der erst aus nächster Nähe sichtbare Eingang relativ rasch und ohne Umwege aufgefunden werden. Die Höhle entpuppte sich als wunderschöne phreatische Druckröhre, welche nahezu horizontal 100 m in den Berg hineinführt. Die Ganghöhen variieren dabei zwischen 1 m und 2 m. Zahlreiche, teils sehr schöne, alte Inschriften zeugen von einer ehemaligen regelmäßigen Befahrung der Höhle. Die ältesten sind wohl an die 150 Jahre alt.
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\r\n \\r\\n In Anschluss an den horizontalen Teil konnten mehrere Schlotstufen technisch erklettert werden. Auch hier waren noch Befahrungsspuren in Form von Normalhaken und improvisierten Ständen vorzufinden. Die Erforschung und Neuvermessung musste an einer steil aufwärts führenden Röhre auf Grund von Materialmangel abgebrochen werden. Unserer Vorgänger dürften auch diese Stelle noch bewältigt haben. Der weitere Verlauf der Höhle bleibt also spannend!
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\r\n \\r\\n Aktuelle Basisdaten:
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\r\n \\r\\n Schüsshöhle (2113/167)
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\r\n \\r\\n L: 141 m, H: +41 m, HE: 106 m
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\r\n \\r\\n Bilder: A. Klampfer
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Mit dabei: C. Fritz, B. Hartmann, A. Klampfer
Vermessen: 141 m

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Blick von der Südseite der Drusenfluh in Richtung Kirchlispitzen.
Blick von der Südseite der Drusenfluh in Richtung Kirchlispitzen.
Unscheinbarer Eingang mit top Ausblick.
Unscheinbarer Eingang mit top Ausblick.
100 m langer horizontaler Gang vom Eingang weg.
100 m langer horizontaler Gang vom Eingang weg.

Inschriftenkammer am Beginn des Schlotteils.
Inschriftenkammer am Beginn des Schlotteils.
Die ältesten Inschriften sind bis zu 150 Jahre alt!
Die ältesten Inschriften sind bis zu 150 Jahre alt!

Schlotteil. Hier wurden bereits rund 40 m erklettert.
Schlotteil. Hier wurden bereits rund 40 m erklettert.

Blick vom Forschungsendpunkt in die offene Fortsetzung.
Blick vom Forschungsendpunkt in die offene Fortsetzung.
Unterer Schlotteil.
Unterer Schlotteil.
Glücklich nach der tollen Forschungstour.
Glücklich nach der tollen Forschungstour.

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