Weiterhin viele Meter in der Raudnerhöhle

1. Dezember 2018   Stiwoll / Stmk.

Es war dies die dritte Vermessungstour in die Raudnerhöhle heuer (und insgesamt) und obwohl wir diesmal drei Messteams mit dabei hatten, haben wir nach wie vor den Eindruck, bisher nur einen Bruchteil des gesamten, höchst verwinkelten Bergbaus gesehen und vermessen zu haben.
\r\nDie Vermessung des größtenteils kleinräumigen, alten (nördlichen) Teils der Anlage konnte weitgehend abgeschlossen werden. Die Nachvermessung zweier zuvor fehlerhafter Rundzüge brachte die erhoffte Fehlerkorrektur, anschließend konnten wir uns auf ein paar offene Enden stürzen. Mit dabei zwei "Neulinge", welche anfangs etwas skeptisch, mit der Zeit aber immer begeisterter durch jeden Schluf krabbelten. So auch durch einen besonders gatschigen, teils wassergefüllten, den wir aus eben diesen Gründen bei der letzten Tour verweigert hatten. Dahinter etwas unerwartet noch durchaus großräumige Teile, unter anderem eine kleine Halle mit wunderschönem, blütenweißem Sinter.
\r\nThomas, unser Fotograph, verweigerte jedoch aus unerfindlichen Gründen und konnte weder durch Bestechung (Inhalt meines Flachmanns) noch durch Androhung, ihn bzw. seine Ausrüstung im Gatsch zu versenken dazu bewegt werden, durch das Wasserbecken hindurch zu schliefen. Die Post-Gatschschluf-Stollenteile sind aber durchaus einen Besuch wert - außer dem erwähnten Sinter fanden wir dort: viel Gatsch, eine historische Bierflasche (Alter geschätzt 40 Jahre), ein noch historischeres bzw. möglicherweise mittelalterliches Tongefäß (Reste eine Lampe?), zahlreiche Collembolen sowie Niphargen.
\r\nAuch in den neuen Teilen des Grubenbaus wurde die Vermessung vorangetrieben. Zwar sind dort die Stollen deutlich großräumiger und zum Teil sind in den großen Gängen noch Reste alter Holzschienen zu sehen, dennoch ging auch dort die Vermessung nur schleppend voran, da unzähliche, verwinkelte Seitenteile und Rundzüge das Vermessungstempo deutlich bremsen. So wurde aus unserem Plan, in die tieferen Teile es Bergwerks vorzudringen, wieder nichts und es steht jetzt schon fest, dass noch ein paar Touren folgen werden, bis endlich alle Geheimnisse der Raudnerhöhle gelüftet sein werden.
\r\nAktuelle Ganglänge: 1328 m. 

Mit dabei: Thomas Exel, Robert Fröhlich, Raphael Glanner, Eckart Herrmann, Alice Ruf, Moni Schöner, Karl Stöger, Peter Straka, Johannes Wallner, Wetti Wielander
Vermessen: 574 m

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Raudnerhöhe, Alter Teil. Foto: Thomas Exel
Raudnerhöhe, Alter Teil. Foto: Thomas Exel
Raudnerhöhle, Neuer Teil. Foto: Thomas Exel
Raudnerhöhle, Neuer Teil. Foto: Thomas Exel
Versinterungen in den alten Stollenteilen. Foto: Peter Straka
Versinterungen in den alten Stollenteilen. Foto: Peter Straka

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