Raudnern

26. Januar 2019   Grazer Bergland

\r\n Es ist Ende Jänner, Österreich liegt mitsamt seinen Höhlen unter einer dicken Schneedecke. Was liegt also näher, als wieder einmal „raudnern“ zu gehen? Die Raudnerhöhle (bekanntlich keine Höhle sondern ein altes Bergwerk), im Grazer Bergland in Stiwoll gelegen, bequem mittels kurzem Zustieg zu erreichen, lauschig warm – perfekte Voraussetzungen für eine gemütliche Vermessungstour! Tatsächlich halten sich auch die Schneemengen im Grazer Bergland in Grenzen.
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\r\n Begeben uns zu sechst ins Loch, mit Hannes und Wetti sind zwei RaudnerveteranInnen mit von der Partie, die anderen vier (Barbara, Jakub, Felix und Erik) waren noch nie mit dabei. Es ist dies die vierte Raudnerexpedition, aber mit großer Wahrscheinlichkeit werden noch einige weitere folgen. So international wie diesmal war’s noch nie – Barbara aus Ungarn, Jakub aus Tschechien, Felix und Erik aus Deutschland,… man sieht, Höhlenforschen verbindet!
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\r\n Jakub und Barbara begeben sich in den Nordteil („Alter Teil“), um dort ein paar offene Fragezeichen bzw. am Plan noch unklare Stellen abzuklären. Die Stellen waren deshalb bei den vorangegangenen Touren offen geblieben, da niemand durch die vorhandenen Wasserlacken durch wollte. Diesmal war weniger Wasser vorhanden, aber immer noch genug, um sich ordentlich einzusauen. Wagemutig schloffen die beiden durch jede Lacke, nur um festzustellen, dass dahinter nicht viel zu finden war. Na ja, auch das vorhandenen Wenige wurde skizziert.
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\r\n Die restlichen Vier begaben sich in den Südteil („Neue Teile“). Johannes und Erik konnten dort im Bereich des bei der vorherigen Tour so getauften "Grünlehmschlufs" auf einer Grundfläche von rund 10 x 10 m 136 m vermessen, ohne jedoch an ein absehbares Ende zu kommen. Felix und Wetti setzten die Vermessung des nördlichen Südteils (jenseits des Kletteraufstiegs) fort und fügten dem Grubenbau eine Ganglänge von 162 m hinzu – viel  davon in zum Teil ausgedehnten Rundzügen. Auch dort kein Ende in Sicht! Die teils blütenweißen, an Eisfiguren erinnernden Sinterbildungen setzten Felix in Verzücken, eine andere Halle widerum weist einen Boden aus Sandbergen auf, was wir in der Form bisher nicht bemerkt hatten in der Raudner. Jedenfalls spannend!
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\r\n Insgesamt ist die Raudnerhöhle nun 1626 m lang.
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Mit dabei: Barbara, Erik Achten, Jakub Cib, Felix Rosebrock, Johannes Wallner, Wetti Wielander
Vermessen: 298 m

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Sinterbildung in den tagfernerern Stollenteilen. Foto: F. Rosebrock
Sinterbildung in den tagfernerern Stollenteilen. Foto: F. Rosebrock
Foto: F. Rosebrock
Foto: F. Rosebrock
Sandberghalle. Foto: F. Rosebrock
Sandberghalle. Foto: F. Rosebrock

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